Lidocain-Iontophorese bei Tinnitus

 

Die Iontophorese ist ein spezielles therapeutisches Verfahren, bei dem die Verabreichung von Arzneimitteln mit der Anwendung von Strom kombiniert wird. Der Einsatz bei Tinnituspatienten wurde 1985 an der HNO-Universitätsklinik Köln entwickelt und erforscht. Dass die Abläufe im Innenohr und in den informationsweiterleitenden Nervenfasern auf elektrischen Abläufen beruhen, ist die Basis für die Anwendung der Iontophorese bei Tinnitus. Bei der Durchführung der Iontophorese bei Tinnituspatienten geht man davon aus, dass die in den Gehörgang eingebrachtes Medikament durch die Wirkung des elektrischen Gleichstroms bis in das Innenohr gelangt.

 

Durchführung der Iontophorese bei Tinnitus

 

Zur Durchführung der Iontophorese bei Tinnitus wird eine Medikamentenlösung mit darin enthaltenen Wirkstoff (lokales Betäubungsmittel) in den Gehörgang appliziert. Danach wird der Gleichstrom auf die Haut des Unterarms und auf das Ohr übertragen. Dabei steigert man die für die Iontophorese notwendige Stromstärke allmählich von Null bis auf den angestrebten Höchstwert, die sich allerdings im Milli-Ampère befinden. Die Behandlung dauert ca. 15 Minuten